Eine saubere Sache. Der Küchenhersteller nobilia baut seine Produktionskapazitäten im Werk Verl-Kaunitz aus und investiert in modernste Absaugtechnologie von Höcker Polytechnik.
Die nobilia- Werke J. Stickling GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Verl ist mit ca. 2000 Beschäftigten und einem Umsatz von ca. 740 Mio. € im Jahr 2009 der größte Hersteller von Einbauküchen in Deutschland. Beide Werke in Verl- Sürenheide und Verl- Kaunitz zählen europaweit zu den modernsten und leistungsfähigsten Produktionsstandorten für Küchenmöbel, nahezu jede dritte verkaufte Küche in Deutschland ist eine nobilia Küche. Die Exportquote beträgt ca. 35%. Nobilia setzt seit mehr als 60 Jahren auf den Fertigungsstandort Deutschland und täglich verlassen mehr als 2000 Küchen das Werk.
Aufgrund weiterer Expansion stand im Werk Kaunitz die Investition von einer Frontenstraße, 2 Korpusstraßen und einer Plattenaufteilanlage, verbunden mit neuer Absaugtechnologie, auf dem Investitionsplan.
In Zusammenarbeit mit den Vertriebsingenieuren von Höcker Polytechnik wurde ein Energie sparendes mehrstufiges Zukunftskonzept für die Entsorgungstechnologie erarbeitet. Aufgrund großer Vorteile des Höcker-Konzepts entschied man sich bei Nobilia für diese Lösung und gab im Frühjahr 2009 den Startschuss für den ersten Bauabschnitt mit einer Größenordnung von 60.000m³/h Absaugleistung zuzüglich eines Siloaufsatzfilters (druckstoßfest und flammdurchschlagsicher entkoppelt gemäß Atex).
Die wichtigsten Kriterien für die Entscheidung einer Lösung von Höcker Polytechnik waren die besonders kompakte Bauweise der quadratischen Rührwerkaustragefilter mit integrierten Hochleistungs-Absaugventilatoren, welche in der obersten Etage der Filteranlage platzsparend, witterungsgeschützt und schallisoliert untergebracht sind. Allein durch die reinluftseitige Anordnung (Unterdrucksystem) wird schon Energie gespart. Eine ausgeklügelte Kaskadenschaltung in Abhängigkeit der jeweils benötigten Absaugleistung und der gezielte Einsatz von Sanftstartern und Frequenzumrichtern erhöht die Energieeffizienz nochmals. Weiterhin wurde der Brand- und Ex-Schutz bei dem Konzept groß geschrieben unter Berücksichtigung der Atex-Normen und der Betriebssicherheitsverordnung.
Eine besondere Anforderung bestand darin, den Absaugvolumenstrom in Abstimmung mit dem Maschinenhersteller der Fertigungsstraßen deutlich zu reduzieren ohne das die Sauberkeit der Maschinen und der Werkstücke auch nur im Geringsten leidet. So wird Absauganlage mittels ständigen Soll-Ist-Vergleichs automatisch entsprechend der Anforderung der Werkzeugaggregate mittels Frequenzumrichter und Energiesparschiebersystem energieeffizient geregelt.
Nachdem der Bauabschnitt 1 im Sommer und Herbst 2009 zur vollsten Zufriedenheit von nobilia installiert und in Betrieb genommen wurde, fiel zum Jahresende 2009 der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt: zwei weitere MultiStar Rührwerkaustragefilteranlagen von Höcker Polytechnik mit jeweils 1.100m² Filterfläche.
Nach sorgfältiger Abstimmung mit den Projektleitern von nobilia wurden von Januar bis Mai 2010 diese zwei weiteren Filteranlagen mit einer Gesamtkapazität von ca. 240.000m³/ h von den Höcker Monteuren installiert und trotz des langen, harten Winters termingerecht an nobilia übergeben – eine Höchstleistung des Höcker Montageteams.
Die Entsorgung aller drei Filteranlagen erfolgt über ein zentrales Transportsystem, in das neu errichtete, 2000m³ Fassungsvermögen große Spänesilo.
Fazit:
Mit der Lösung von Höcker Polytechnik bestehend aus drei Rührwerkaustragefiltern der Baureihe MultiStar mit kontinuierlicher Jet- Impulsabreinigung, entschied sich nobilia für eine besonders kompakte, platzsparende und energieeffiziente Lösung des Anlagenbauers aus Hilter am Teutoburger Wald. Kombiniert mit modernster Steuerungstechnologie arbeiten die Anlagen mit maximaler Energieeffizienz und ermöglichen nobilia erhebliche Einsparungspotentiale zu nutzen. Auch im Bereich der Betriebsfolgekosten für Wartung und Instandhaltung wählte nobilia damit eine sehr wirtschaftliche Lösung.
Höcker Polytechnik setzt mit diesem weiteren und wichtigen Referenzkunden die Erfolgsstory der Filterbaureihe MultiStar eindrucksvoll fort, die bereits im Jahre 2005 nach Einführung der Europanorm DIN EN 12779 begonnen wurde. Mittlerweile existieren annähernd 600 MultiStar Filteranlagen weltweit und sind in unterschiedlichsten Bereichen der Trockenfiltration im Einsatz.
(erschienen HOB 7/2010)